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AXA Unfall-Kombirente AXA Unfall-Kombirente

AXA Unfall-Kombirente * denn Vertaruen verbindet

( *Dieser Text ist Urheberrechtlich durch den AXA-Konzern geschützt )

Erläuterungen der medizinischen Begriffe aus der „Besonderen Bedingungen für die Versicherung einer
Unfall-Kombirente (BB U-Kombirente)“

Vorwort:
Wir alle beschäftigen uns mit Versicherungen. Schon hier gibt es genügend Fachausdrücke, die dem Kunden erläutert werden müssen. Aber jetzt noch medizinisches Fachchinesisch?
Bei der neuen Unfall-Kombirente der AXA werden erstmalig bei einem AXA Unfallprodukt Leistungen auch bei bestimmten schweren Krankheiten gezahlt. In der Bedingung wurde ein Bewertungsmaßstab festgelegt, der sich an rein objektiven medizinischen Kriterien orientiert; und dieser kommt leider nicht ohne das “Fachchinesisch” aus. Wir haben Ihnen einen kleinen “Übersetzer” zusammen gestellt, der Sie – bei Bedarf - in die Lage versetzen soll, medizinische Sachfragen kurz zu erläutern. Sicherlich ist dieses Kompendium aus medizinischer Sicht nicht immer vollständig.


Herzerkrankungen Herzinsuffienz NYHA
NYHA ist eine klinische Einteilung des Schweregrades der Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche), festgelegt durch die New York Heart Association (NYHA):

Von Herzinsuffizienz oder Herzmuskelschwäche spricht man, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, die Gewebe mit genügend Blut und somit Sauerstoff zu versorgen. Die Leistung des Herzens ist unzureichend im Verhältnis zum Körperbedarf. Die linke Herzkammer pumpt im so genannten großen Kreislauf (Körperkreislauf) sauerstoffreiches Blut von den Lungen in den Körper. Die rechte Herzkammer pumpt das
sauerstoffarme Blut, das von den Organen, Muskeln und anderen Geweben zurückfließt, in die Lungen, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird. Dies ist der so genannte kleine Kreislauf (Lungenkreislauf).
Bei linksseitiger Herzschwäche (Linksherzinsuffizienz) arbeitet die linke Herzhälfte unzureichend, und das Blut staut sich in der Lunge (Stauungslunge). Es kommt zu einer Wasseransammlung in der Lunge.
Bei rechtsseitiger Herzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz) staut sich das Blut in den Geweben des Körpers. Es kommt zu Wasseransammlungen im Körper (z.B. in beiden Beinen, in der Bauchhöhle, in der Leber, usw.). Ist die Pumpfunktion beider Herzkammern eingeschränkt, spricht man von einer globalen
Herzinsuffizienz.

Folgende Symptome können bei Herzinsuffizienz auftreten:
Atemnot, geschwollene Gelenke, Antriebslosigkeit und Müdigkeit, Atemnot auch beim
Schlafen, trockener Husten, Wasseransammlung im Bauchraum und Appetitlosigkeit,
gehäufter, nächtlicher Harndrang, Verwirrtheit und reduziertes Erinnerungsvermögen.
Grundsätzlich wird die Herzinsuffizienz nach den Richtlinien der New York Heart Association
in vier Stadien eingeteilt:
• Stadium I: Beschwerdefreiheit, normale körperliche Belastbarkeit
• Stadium II: Beschwerden bei stärkerer körperlicher Belastung
• Stadium III: Beschwerden schon bei leichter körperlicher Belastung
• Stadium IV: Beschwerden in Ruhe

  AXA Unfall-Kombirente
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EF (Ejektionsfraktion)
Die EF bezeichnet den Anteil des ausgeworfenen Blutes aus der linken Herzkammer. Die Aufgabe der linken Herzkammer ist, das Blut in den Kreislauf zu pumpen. Normalerweise werden mehr als 65 %, das heißt zwei Drittel des in der linken Herzkammer vorhandenen Blutes bei jedem Herzschlag in den Kreislauf gepumpt. Das letzte Drittel verbleibt in der linken Herzkammer. Danach wird die linke Herzkammer durch den linken Vorhof wieder mit Blut gefüllt und beim nächsten Herzschlag pumpt die linke Herzkammer das Blut erneut in den Kreislauf. Die Ejektionsfraktion gibt an, wieviel Prozent des in der linken Herzkammer vorhandenen Blutes pro Herzschlag in den Kreislauf gepumpt werden. Dieser Wert ist abhängig von der Stärke der linken Herzkammer. Durch verschiedene Erkrankungen des Herzens wie z.B. Herzschwäche, Herzinfarkt oder Aneurysma (Aussackung der Herzwand) kann die Ejektionsfraktion (EF) sinken. Die Ejektionsfraktion ist also ein Parameter, der die Funktionsfähigkeit der linken Herzkammer beschreibt. Liegt die Ejektionsfraktion unter 65%, liegt eine krankhafte Veränderung vor.
FS- fractional shortening
Dieser Parameter ist ein Maß für die Pumpkraft der linken Herzkammer und wird durch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens bestimmt. Wenn die linke Herzkammer Blut in den Kreislauf pumpt, zieht sich der Herzmuskel zusammen und wird dadurch kleiner. Danach entspannt sich der Muskel der linken Herzkammer und wird wieder größer. Wenn durch den linken Vorhof erneut Blut in die linke Herzkammer gelangt ist, zieht sich die linke Herzkammer wieder zusammen und pumpt erneut Blut in den Kreislauf. Fractional Shortening beschreibt, wie stark sich der Herzmuskel der linken Herzkammer während des Pumpvorganges
zusammenzieht. Normalerweise zieht sich die linke Herzkammer um mehr als 25-30%
während des Pumpvorganges zusammen. Ist die linke Herzkammer dazu nicht in der Lage,
liegt eine Herzmuskelschwäche vor.
Elektrokardiogramm (EKG)
Bei der EKG-Untersuchung werden elektrische Spannungsänderungen am Herzen mittels Elektroden registriert und als Herzstromkurve aufgezeichnet. Aus der Form der aufgezeichneten Kurven erkennt der Arzt zahlreiche, verschiedene Formen von Schädigungen des Herzens.

Belastungs-EKG
Mit dieser Untersuchung läßt sich die Leistungsfähigkeit des Herzens untersuchen. Ein
Belastungs-EKG ist die Aufnahme eines Elektrokardiogramms unter einstellbaren Belastungen
des Patienten. Diese Untersuchung wird normalerweise auf einem feststehenden Fahrrad
durchgeführt, dessen Tretwiderstand stufenweise erhöht werden kann. Es ist also
zunehmende körperliche Anstrengung erforderlich, um die Pedalen des Fahrrades treten zu
können. Während dieser körperlichen Belastung wird ein EKG geschrieben und es werden
Puls und Blutdruck gemessen. Aus dieser Untersuchung lassen sich bestimmte
Kreislauferkrankungen oder sogar organische Erkrankungen des Herzens erkennen

5 Echokardiographie

Die Echokardiographie ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens. Sie ist heute eine
Routinemethode zur Diagnose von Herzerkrankungen. Die Echokardiographie gibt Aufschluß
über die Bewegung und den inneren Aufbau des Herzens. Der Ultraschallkopf wird außen
auf die Brust gelegt und gegen die verschiedenen Teile des Herzens gerichtet. Das gibt dem
Arzt die Möglichkeit, sich ein umfangreiches Bild vom Herzen zu machen.
Mit der Echokardiographie kann der Arzt die Herzkammern, die Vorhöfe, die Herzklappen
und den Herzbeutel (Perikard) untersuchen und beurteilen. Auch wie das Herz arbeitet, wird
sichtbar. Der Arzt kann sehen, wie sich die Herzkammern und Vorhöfe mit Blut füllen, wie sie
pumpen und sich dabei zusammenziehen. Er kann sehen, ob sich die Segel der Herzkappen
richtig aneinander legen und ob beim Pumpen die Kammern des Herzens vollständig entleert
werden. Auch die Größe des Herzmuskels und die Dicke der Herzwand kann beurteilt werden.

Herz/Thorax-Quotient

Dieser Quotient dient der Beurteilung der Herzgröße. Als Grundlage dient eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes. Es wird das Verhältnis zwischen Herzgröße und der Größe des Brustkorbes ermittelt und
daraus der Herz- Thorax- Quotient errechnet. Der Normwert beim Gesunden ist kleiner als
0,5. Ein Wert über 0,5 weist auf eine Herzvergrößerung hin. D.h., wenn das Herz mehr als
die Hälfte des Brustkorbes einnimmt, liegt eine krankhafte Herzvergrößerung vor.

Nierenerkrankungen Kreatinin im Blut

Normalwert 0,8- 1,4 mg/dl

Kreatinin ist ein Endprodukt des Stoffwechsels der Muskeln. Es wird in das Blut abgegeben
und über die Nieren ausgeschieden. Dabei ist die Menge des Kreatinins im Blut von der
Muskelmasse des Einzelnen und von der Ausscheidungsfähigkeit seiner Nieren abhängig.
Kreatinin zeigt eine Störung der Nieren relativ spät an. Erst, wenn die Filterfähigkeit der
Nieren um mehr als 50 Prozent abgenommen hat, ist ein deutlicher Anstieg der
Kreatininwerte im Blut zu erwarten.
Unterhalb dieser Schwelle liegt der sogenannte kreatininblinde Bereich. Dort ist die
Glomeruläre Filtrationsrate oder die Kreatinin-Clearance aussagekräftig (siehe unten).

Glomeruläre Filtrationsrate (GFR)

Die Rate/ Geschwindigkeit, mit der Flüssigkeiten durch die Filtereinheiten der Nieren fließen.
Hiermit wird die Funktion der Nieren gemessen. Je höher die glomeruläre Filtrationsrate
desto besser. Ärzte messen die GFR, indem sie überwachen, wie schnell bestimmte
Substanzen aus dem Blut entfernt werden. Kreatinin zum Beispiel wird ständig von den
Muskeln produziert und muß daher ständig von den Nieren ausgefiltert werden. Indem der
Arzt nun den Kreatinin- Wert im Blut und im Urin mißt, kann er die Kreatinin-
Ausscheidungsrate (Kreatinin- Clearance) bestimmen.

6 Kreatinin- Clearance

REFERENZ-/NORMALWERTE* Einheit
Frauen 60-139 ml/min / 1,73m˛**
Männer 95-160 ml/min / 1,73 m˛**
Kinder bis 13 Jahre 120-145 ml/min / 1,73 m˛**
* Nach dem 40. Lebensjahr fällt die Kreatinin-Clearance um ca. 8,5 ml/min pro 10 Jahre. - ** 1,73 m˛ =
Körperoberfläche.
Die Kreatinin-Clearance ist die Ausscheidungsrate des Kreatinins durch die Nieren und somit
ein Test der Nierenfunktion. Die Kreatinin- Clearance der Nieren spiegelt die
Ausscheidungsrate der Nieren für Kreatinin wider. Sie gibt die Menge Kreatinin an, die dem
Blutplasma pro Zeiteinheit entzogen wird. Die Kreatinin-Clearance ist ein anschauliches Maß für die Leistung der Niere. Je niedriger die Kreatinin-Clearance desto schlechter funktioniert der Niere.

Dialyse
Dialyse ist eine künstliche Blutwäsche. Sie dient dazu, schädliche Stoffe aus dem Körper zu
entfernen. Intakte Nieren filtern giftige Stoffwechselprodukte (harnpflichtige Substanzen) aus
dem Blut und scheiden sie mit dem Urin aus. Bei einer schweren Funktionseinschränkung
oder einem Funktionsverlust der Nieren muß das Blut mit Hilfe von künstlichen
Filtermembranen von schädlichen Stoffen befreit werden. Dieser Vorgang wird als Dialyse
bezeichnet.

Lungenerkrankungen VK

Abkürzung für Vitalkapazität oder im englischen auch VC für vital capacity Die VK (= VC) ist einer der wichtigsten Meßwerte, der bei einer Lungenfunktionsuntersuchung bestimmt wird. Dieser Wert kann relativ einfach in der Arztpraxis mit weit verbreiteten Meßgeräten (Spirometer) bestimmt werden. Der zu Untersuchende atmet dabei über ein Mundstück ein bzw. aus. Das Mundstück ist mit einem Meßgerät verbunden. Zur Erfassung der verschiedenen Meßgrößen muß der Patient die Anweisungen des Untersuchenden bezüglich Ein- und Ausatmung genau befolgen, sonst werden falsche Werte gemessen.
Die Vitalkapazität ist das maximal zur Verfügung stehende (mobilisierbare) Lungenvolumen. U

Unterschieden werden:

- IVC = inspiratorisch (eingeatmete) VC: das Lungenvolumen, das nach langsamer maximaler
Ausatmung maximal eingeatmet werden kann

- EVC = expiratorische (ausgeatmete) VC: das Lungenvolumen, das nach langsamer
maximaler Einatmung maximal ausgeatmet werden kann

7 - FVCex: = forcierte (schnelle) VK:
das Lungenvolumen, das nach maximaler Inspiration schnell maximal ausgeatmet werden kann
Die Maßeinheit ist Liter.
Am gebräuchlichsten ist die IVC.
Der Normwert ist abhängig vom Geschlecht, Körpergröße und Alter
Beispiel: 40-jähriger Mann, 180 cm; VK= 5,2 Liter

FEV1
Abkürzung für: forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde auch als
Einsekundenkapazität oder Tiffenau- bzw. Atemstoßwert bezeichnet
Die FEV1 ist einer der wichtigsten Werte die bei einer Lungenfunktionsuntersuchung bestimmt wird. Dieser Wert kann relativ einfach in der Arztpraxis mit weit verbreiteten Meßgeräten (Spirometer) bestimmt werden. Bei dieser Untersuchung wird gemessen, wie viel Luft ein Betroffener nach maximaler Einatmung in einer Sekunde ausatmen kann. Dazu wird so tief es geht eingeatmet. Danach aber muß die Luft so schnell wie möglich wieder ausgeatmet werden. Ein Gerät (Spirometer) mißt dann die Luftmenge, die in der ersten Sekunde ausgeatmet wird.
Bei dieser Lungenfunktionsuntersuchung kann so die aktuelle Leistungsfähigkeit der Lunge beurteilt werden. Die Maßeinheit ist Liter pro Sekunde. Um eine medizinische Zuordnung zu bestimmten Krankheiten zu ermöglichen wird der FEV1-Wert auch als Prozentwert der Vitalkapazität angegeben.
Der Normalwert ist abhängig vom Geschlecht, Körpergröße und Alter
Mindestsollwert: FEV1 80% der Vitalkapazität

Sauerstoffkonzentration im Blut
Abgekürzt wird die Sauerstoffkonzentration mit SO2 (S für Sättigung, O2 für Sauerstoff).
Die Menge des Sauerstoffes im Blut wird in Prozent von der max. möglichen Sättigung
angegeben.
Normbereich: 94%
Gemessen wird auch der Druck des Sauerstoffs im Blut (PO2; P für engl. pressure = Druck, O2
für Sauerstoff).
Normwert: 72-107 mm Hg (altersabhängig)
Blutgasanalyse
Im Blut wird Sauerstoff an ein spezielles Eiweiß gebunden, dem Hämoglobin. Es befindet sich
in den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten.
Zur Bestimmung beider Werte wird eine Blutprobe benötigt, die sauerstoffreiches Blut
enthält, in der Regel aus dem Ohrläppchen seltener auch aus einer Arterie. Diese
Untersuchung wird als Blutgasanalyse bezeichnet.

8 Pulsoxymetrie

Eine weitere Methode zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung ist die Pulsoxymetrie. Sie wird
benutzt zur Überwachung während einer Operation. Hierbei ist keine Blutabnahme
erforderlich, sondern die Sättigung wird mittels einer Clip-Elektode am Finger oder Ohr
kontinuierlich gemessen.

Lebererkrankungen Bilirubin

Bilirubin ist das Abbauprodukt des Hämoglobins, des roten Blutfarbstoffs. Beim gesunden
Menschen wird Bilirubin in der Leber abgebaut und dann größtenteils mit der Galle in den
Darm abgegeben und über den Stuhl ausgeschieden. Verschiedene Lebererkrankungen wie
die Leberentzündung (Hepatitis) oder Abflussbehinderungen in der Gallenblase (Gallensteine)
führen zu einer erhöhten Bilirubinkonzentration im Blut. Bilirubin ist der Farbstoff, der bei
Einlagerung in die Haut zur so genannten Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und Augäpfel)
führt.
REFERENZ-/NORMALWERTE im Blut alte Einheit SI-Einheit
Erwachsene 0,1-1,2 mg/dl 2-21 µmol/ l
Albumin
Albumin ist ein Eiweiß (Protein) und wird in der Leber hergestellt. Im menschlichen
Organismus sind etwa 300 Gramm Albumin vorhanden. Täglich produziert die Leber
ungefähr zwölf Gramm. Albumin hält den Gewebedruck aufrecht und ist für den
Flüssigkeitsaustausch unerläßlich. Ist zu wenig Albumin im Blutplasma vorhanden, kommt es
zu einem Abstrom des Körperwassers aus den Gefäßen in die Gewebszwischenräume und es
bildet sich ein Ödem (Wasseransammlung). Besonders gefährlich sind Lungen- oder
Hirnödeme.
Albumin ist darüber hinaus ein wichtiges Transportprotein. Vitamine, Mineralstoffe, Hormone
und viele andere Stoffe und Medikamente wie beispielsweise Penizillin werden an Albumin
gebunden im Blut durch den Körper transportiert. Der Albuminwert im Blutplasma gibt
wichtige Hinweise bei akuten und chronischen Entzündungen, Leber- und
Nierenerkrankungen sowie Tumoren. Im Urin wird Albumin bestimmt, um das Frühstadium
einer Nierenschädigung bei Zuckerkrankheit oder Bluthochdruck zu entdecken.
REFERENZ-/NORMALWERTE Einheit
Erwachsene Serum 3,5 - 5,2 g/dl
Erwachsene Urin < 20 mg/pro g Kreatinin

9 Quickwert

Unter Blutgerinnung versteht man das Festwerden oder Stocken des Blutes. Im Normalfall
kann das Blut seine Aufgaben nur im flüssigen Zustand erfüllen, bei Verletzungen im
Gefäßsystem muß aber gleichzeitig ein Austritt des Blutes möglichst schnell und effektiv
verhindert werden. Ohne das System der Blutgerinnung würden selbst kleinere Verletzungen
zu einem nicht beherrschbaren Blutverlust führen.
Der Quickwert ist ein Test dafür, wie gut die Blutgerinnung eines Menschen funktioniert.
REFERENZ-/NORMALWERTE Quickwert
SI-Einheit
Erwachsene 70 - 120 %*
* Der Durchschnittswert wird mit 100 % angesetzt.
INR-Wert
Quickwerte, die in verschiedenen Labors bestimmt wurden, sind aufgrund unterschiedlicher
Untersuchungsmethoden nur begrenzt miteinander vergleichbar. Deshalb wurde die
International normalized ratio (INR) eingeführt. Dieser Wert ist eine methodenunabhängige
Größe, die sich auf einen Standard der Weltgesundheitsorganisation WHO bezieht. INRWerte
sind zwischen verschiedenen Labors vergleichbar (wichtig z.B. auf Reisen).
REFERENZ-/NORMALWERTE INR-Wert Einheit
Erwachsene 1,0
Der Quick- bzw. INR- Wert dient als Suchtest bei Verdacht auf bestimmte
Gerinnungsstörungen, sowie der Einstellung und Therapieüberwachung mit
"Blutverflüssigungs-Medikamenten" (z.B. Marcumar Therapie nach Herzklappenoperationen).
Oesophagusvarizen (Krampfadern der Speiseröhre)
Oesophagusvarizen sind Krampfadern der Speiseröhre, die hauptsächlich bei
Lebererkrankungen im fortgeschrittenen Stadium auftreten, z. B. bei der Leberzirrhose
(Leberschrumpfung). Bei diesen Lebererkrankungen kann das Blut nicht mehr in
ausreichendem Maß über die Leber zum Herzen fließen. Es sucht sich einen Umweg über
andere Venen. In diesem Fall die Venen der Speiseröhre. Sie sind bei Varizenbildung
(Krampfaderbildung) stark gefüllt und anfällig für Verletzungen.
Aszites (Bauchwasser)
Aszites (Bauchwasser) ist eine krankhafte Flüssigkeitsansammlung in der freien Bauchhöhle.
Aszites (Bauchwasser) kann bei verschiedenen Erkrankungen vorkommen. Eine Punktion und
anschließende nähere Untersuchung der Flüssigkeit können zu einer genaueren Diagnose
führen. Man unterscheidet unter anderem folgende Aszitesformen:
• Entzündlicher Aszites, z.B. bei einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) oder bei einer
Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis)
• Nicht entzündlicher Aszites: Als Ursache sind Lebererkrankungen wie Leberzirrhose
(Leberschrumpfung) oder Lebervenenthrombose (Blutpropfbildung in der Lebervene),

10 fortgeschrittene Tumore des Verdauungstraktes oder der Eierstöcke, Herzinsuffizienz
(Herzmuskelschwäche), Eiweißmangel und andere Erkrankungen zu nennen.

Krebserkrankungen - Krebs

Mit dem Wort "Krebs" beschreibt man umgangssprachlich bösartige Neubildungen. Häufig
benutzt man auch das Wort Tumor, was ins Deutsche übersetzt "Verhärtung" bedeutet.
Deswegen wird der Begriff Tumor in der Fachsprache für alle Verhärtungen verwendet -
auch solche, die mit Krebs gar nichts zu tun haben, so z.B. für Verhärtungen, die durch eine
Entzündung, einen Erguss oder Ähnliches hervorgerufen werden.
Bösartige (maligne) Neubildungen - also Krebs - bestehen aus entarteten Zellen, die anders
aussehen, sich anders und schnell teilen und dabei das gesunde Gewebe zerstören. Sie
wandern von ihrem Ursprungsort aus über das Blut oder das Lymphsystem in andere Organe
und vermehren sich dort als Tochtergeschwülste (Metastasen) weiter.
Gutartige (benigne) Neubildungen bestehen aus Zellen, die den normalen Zellen ähneln und
an sich nicht "bösartig" sind.

TNM System

Die TNM-Klassifikation ist ein weltweit anerkanntes und verwendetes System zur
Beschreibung und Einteilung des Stadiums von Krebserkrankungen. Es klassifiziert fast alle
bösartigen Neubildungen (ausgenommen sind aber z.B. Leukämien). Die Abkürzungen
bestehen aus den Buchstaben T, N und M sowie ihnen zugeordneten Zahlen.
T steht für den Primär-Tumor, dessen Ausdehnung mit den Zahlen 0 bis 4 beschrieben wird.
Dabei ist die Zahl um so höher, je größer die Ausdehnung des Tumors ist.
N (engl. node: Knoten) gibt an, ob und in welchem Ausmaß Lymphknoten in der Umgebung
des Tumors befallen sind (0 = kein Befall, N1 steht für den Befall von Lymphknoten in der
nächsten Umgebung des Tumors, N2 und N3 für den Befall weiter entfernter Lymphknoten).
M gibt an, ob sich Metastasen, also Tochtergeschwülste außerhalb der abführenden
Lymphknoten, gebildet haben. Sind keine Metastasen vorhanden, steht hinter dem "M" die
Zahl 0, ansonsten die Zahl 1.
Liegt ein Primärtumor vor, der die benachbarten Lymphknoten bereits befallen, aber noch
keine Metastasen gebildet hat, kann die Kurzschreibweise zum Beispiel T2 N1 M0 lauten.
Man unterscheidet zwei Arten der Klassifikation: Die cTNM- oder kurz TNM-Klassifikation
(engl. clinical: klinisch) beschreibt die Eigenschaften der Krebserkrankung vor der Therapie.
Nach der mikroskopischen Untersuchung der Gewebe wird die Diagnose nach dem
sogenannten pTNM-Code verschlüsselt (p für postoperativ: nach einer Operation/
Gewebeentnahme).
Weiterhin werden zusätzliche Informationen zur Beschaffenheit des Tumorgewebes
dokumentiert und mit dem Buchstaben G (für Grading) gekennzeichnet, von G1 für niedrige
Bösartigkeit bis G4 für ausgeprägte Bösartigkeit.

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Die systematische Anwendung der Kurzschreibweise ermöglicht einen weltweit einheitlichen
Vergleich der Befunde von Krebspatienten. Die TNM-Klassifikation hilft dem Arzt bei der
Planung der Behandlung, beim Erstellen einer Prognose und bei der Auswertung seiner
Behandlungsergebnisse. Darüber hinaus vereinfacht das System den Informationsaustausch
zwischen nationalen und internationalen Behandlungszentren.
FIGO
Abkürzung für Fédération Intarnationale de Gynécologie et d' Obstétrique
Entsprechend der Krankheitsausbreitung werden in der FIGO-Klassifikation 4 Tumorstadien
für gynäkologische Tumoren unterschieden:
• FIGO I Erkrankung auf das Organ begrenzt
• FIGO II Erkrankung im Becken ausgebreitet
• FIGO III Peritonealkarzinose (Ansiedlung zahlreicher Metastasen im Bauchfell) bzw.
Lymphknotenmetastasen
• FIGO IV Fernmetastasen
Carcinoma in situ
Auch als Vorstufe eines Karzinoms (von inneren od. äußeren Körperoberflächen ausgehender
Krebs), Oberflächenkarzinom oder präinvasives Karzinom bezeichnet.
Charakteristisch sind schwere Zellveränderungen die jedoch eine gewisse anatomische
Barriere-Schicht (die Basalmembran) zu den Blut- und Lympfgefäßen noch nicht
durchbrochen hat.
Wird die Basalmembran nicht durchdrungen, können sich die Krebszellen über Blut- und
Lymphbahnen nicht im ganzen Körper verbreiten, in anderen Organen festsetzen und dort
vermehren.
Gebärmutterhalskrebs
In der Gebärmutter können verschiedene Arten von bösartigen Tumoren entstehen. Es gibt
den Gebärmutterkrebs, der meist in etwas höherem Lebensalter entsteht, und den
Gebärmutterhalskrebs. Wie den Namen schon zu entnehmen ist, entstehen der
Gebärmutterkrebs aus der Gebärmutter selbst und der Gebärmutterhalskrebs
(Zervixkarzinom) aus dem Gebärmutterhals (Zervix).
CIN
cervikale intraepitheliale Neoplasie
"Krebs im Vorstadium". Zellveränderungen mit allen Merkmalen einer bösartigen Erkrankung,
die jedoch ausschließlich auf die Oberfläche des Organs (Epithel) beschränkt sind. Da die
unter der Oberfläche liegende Basalmembran noch nicht durchbrochen ist, werden die
Zellen nicht über Lymphbahnen und Blutgefäße in andere Körperbereiche abtransportiert
(Metastasierung). Dieser Zustand kann z.B. als Vorstadium des Gebärmutterhalskrebses durch
Jahre bestehen bleiben. Es gibt 3 Grade von CIN, Grad 1 bis Grad 3, wobei Grad 1 die
12
mildeste Vorstufe eines Gebärmutterhalskrebses, Grad 3 die am "weitest fortgeschrittene
Vorstufe" eines Gebärmutterhalskrebses ist.
CIN I - leichteste Form der Zellveränderungen, die sich meist von selbst zurückbildet
CIN II - mittlere Form der Zellveränderungen, die Rückbildungstendenz beträgt ca. 40-50%
CIN III - am weitest fortgeschrittene Vorstufe; die Rückbildungstendenz bei der CIN III ist
wesentlich geringer und beträgt ungefähr 30%, meist wird eine CIN III chirurgisch entfernt.
Eine CIN wird meist durch Infektion mit dem humanen Papilloma-Virus (HPV) verursacht. Ein
Krebsabstrich kann den Verdacht auf Vorliegen einer CIN ergeben. Die endgültige Diagnose
erfolgt nach einer histologischen Untersuchung einer Gewebsprobe.
Melanom
Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist eine bösartige Wucherung der Melanozyten
(Pigmentzellen) und kann überall auf der Haut entstehen, vor allem aber an lichtexponierten
Arealen. Bei Männern befindet es sich besonders häufig am Rumpf, bei Frauen eher an
Armen und Beinen. Da Melanozyten auch im Körperinnern vorhanden sind, können
Melanome selten auch an Hirnhäuten, im Auge und an Schleimhäuten auftreten. Diese
Tumorlokalisationen sind aber mit ca. 1% aller Melanomfälle recht selten. Das
durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ca. 50-55 Jahren, Tendenz sinkend, d.h. es
erkranken immer häufiger auch junge Personen an einem Melanom.
Das Melanom der Haut kann sehr verschiedene Größen, Farben und Formen annehmen.
Hiernach lassen sich verschiedene Typen unterscheiden. Prinzipiell kann keine persönliche
Prognose gemacht werden, denn jede Krankheit verläuft individuell. Trotzdem wird nach
Untersuchungen an großen Kollektiven das Metastasierungsrisiko und die
Überlebensprognose nach der Eindringtiefe nach CLARK oder der Tumordicke nach BRESLOW
eingeschätzt. Wenn noch keine Metastasen vorliegen, ist die Prognose vor allem von der
Tumordicke (also dem T-Stadium) abhängig.
Breslow-Level
Einteilung eines Melanoms nach der Tumordicke
Tis in situ, auf Epithel (Oberfläche) beschränkt
T1 ≤ 0,75 mm
T2 > 0,75 bis 1,5 mm
T3 > 1,5 bis 4 mm
T4 > 4 mm/Satelliten
Clark-Level
Einteilung eines Melanoms nach der Eindringtiefe
Tis Clark-Level I; is = in situ, auf Epithel (Oberfläche) begrenzt
T1 Clark-Level II
T2 Level-Level III
T3 Level-Level IV
T4 Level-Level V
13
Augenerkrankungen
Visus
In der Augenheilkunde wird die Sehschärfe (Visus) mit speziellen Sehzeichen bestimmt.
Gemessen wird die kleinstmöglich erkennbare Zeichengrösse unter normalen
Tageslichtbedingungen, jeweils einzeln links und rechts sowie beidäugig, wobei die
beidäugige Sehschärfe meist höher ist als die einäugige.
Das Resultat gibt Auskunft über die zentrale Tagessehschärfe. Der Wert Visus 1 manchmal
auch " Visus 100%" genannt, entspricht einem Durchschnittswert für gutes Sehen.
Visus Sehvermögen
2.000 überdurchschnittlich
1.250- 1.600 sehr gut
0.800- 1.000 ausreichend/ gut
0.400- 0.630 herabgesetzt
0.100- 0.320 stark herabgesetzt
Gesichtsfeld
Beim Sehen mit beiden Augen, beträgt das Gesichtsfeld eines Menschen 180 Grad. Das ist
der Bereich, den ein Mensch bei ruhig gestellten Augen und ohne den Kopf oder den Körper
zu bewegen überblicken kann. Jedes Auge einzeln besitzt ein Gesichtsfeld von ungefähr 150
Grad. Das Gesichtsfeld des rechten und des linken Auges überschneiden sich in der Mitte.
Diese Überschneidung beträgt etwa 120 Grad. Nur im Bereich der Überschneidung ist die
Tiefenwahrnehmung möglich.
Fallen bestimmte Teile des Gesichtsfeldes aus, d.h. erkennen wir in bestimmten Bereichen
nichts mehr, liegt ein Schaden entweder der Netzhaut, des Sehnervs oder des Sehzentrums
im Gehirn vor. An der Art des Ausfalls kann der Augenarzt teilweise gut erkennen, wo das
Problem (z.B. Netzhauterkrankung, grüner Star, Verletzung des Sehnerven, Hirnschaden)
sitzt.
Blindheit
Unter Blindheit versteht man nicht nur die vollkommene Erblindung, sondern auch eine
Norm-Sehschärfe, die auf dem besseren Auge nicht mehr als 2% beträgt.
HNO Erkrankungen
Taubheit
Taubheit (auch Gehörlosigkeit) bedeutet, daß Schallereignisse, also Geräusche und Töne,
nicht mehr wahrgenommen werden können. Man unterscheidet dabei eine absolute
Taubheit und eine praktische Taubheit. Bei letzterer können einzelne Töne oder Geräusche

14 Taubheit

- (Hörreste) noch wahrgenommen werden. Hinsichtlich des Zeitpunktes der Taubheit teilt man
sie in angeborene und erworbene Gehörlosigkeit.
Dezibel Dezibel ist die Maßeinheit für den Schalldruckpegel, der vom menschlichen Ohr
wahrgenommen wird. "Lautstärke" kann nicht gemessen werden. Was physikalisch gemessen
wird, ist der Schalldruck, der dann in einen Schallpegel umgerechnet wird. Die Einheit ist
Dezibel abgekürzt dB.
Das Gehör ist nicht in allen Frequenzbereichen gleich empfindlich. Generell werden tiefe
Töne bei gleichem Schallpegel als weniger laut empfunden. Daher weicht das Gehör auch
von der Dezibelskala ab. Um die Abweichungen der Schallmessungen vom Höreindruck zu
korrigieren, werden Messfilter eingesetzt. Heute wird meistens das A-Filter verwendet und
damit gemessene Schallpegel werden in dB(A) angegeben.
Das Gehör kann einen riesigen Schalldruckbereich verarbeiten, allerdings entspricht dies nicht
direkt dem Lautstärkeeindruck. Das Gehör hat nämlich eine variable Empfindlichkeit. Beim
Vergleichen von Schallpegeln muß berücksichtigt werden, daß die Schallpegelvergrößerung
um 3 dB einer Verdoppelung der Schalleistung entspricht und eine Erhöhung um 10dB einer
Verzehnfachung der Schalleistung.
Die logarithmische Dezibel-Skala bildet von 0 dB (Hörschwelle) bis ca. 130 dB
(Schmerzgrenze) den gesamten Lautstärkebereich in überschaubaren Schritten ab. Ein
gesundes Gehör kann bei guten Bedingungen im direkten Vergleich Pegel von 1 dB
unterscheiden. Ein normales Gespräch erreicht einen Pegel von 50-60 Dezibel, ein
Flüstergespräch hat circa 20 Dezibel. Ein Konzert bringt es auf etwa 100 Dezibel.
Autoverkehrslärm bringt es auf etwa 70 Dezibel, ein Preßlufthammer auf 115 Dezibel und
eine Düsenmaschine erreicht etwa 130 Dezibel. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den
Wert, der in unmittelbarer Nähe der Geräuschquelle erreicht wird. Bei Lärm mit 150 Dezibel
kann eine halbe Sekunde ausreichen, um taub zu werden. Bei 200 Dezibel reißt zunächst das
Trommelfell, möglicherweise sogar das Lungengewebe.
Audiometrie
Die Audiometrie ist eine Elektroakustische Hörprüfung. Sie umfaßt verschiedene Verfahren,
mit deren Hilfe die Gehörfunktion überprüft werden kann. Der Arzt stellt bei dieser
Untersuchung die Art und den Grad der Schwerhörigkeit des Patienten fest. Alle
audiometrischen Verfahren werden in speziellen, schallgedämpften Räumen durchgeführt.
Dabei unterscheidet man folgende Verfahren:
Tonaudiometrie
Mit Hilfe eines Tongenerators werden Töne verschiedener Frequenzen erzeugt. Sie reichen
vom Tiefton- (62 Hertz, Hz) bis zum Hochtonbereich (10000 Hz). Durch einen
Lautstärkeregler kann der Arzt diese Töne so lange verändern, bis der Patient einen Ton
hören kann. Die Intensität des Tones, mit der dieser gerade noch wahrgenommen werden
kann, wird die Hörschwelle genannt und in Dezibel (dB) angegeben.
Dem Patienten werden die Töne zunächst über Kopfhörer vorgegeben. Das heißt, der Patient
hört über die Luftleitung. Anschließend prüft der Arzt die Knochenleitung, indem er dem
Patienten einen Vibrationsleitungshörer auf den Knochen hinter dem Ohr aufsetzt. Dieser
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Knochen leitet die vom Hörer empfangenen Töne an die Schnecke im Innenohr weiter, so
daß der Patient die Töne wahrnehmen kann.
Sowohl bei Luft- als auch bei Knochenleitung gilt immer: Wenn das eine Ohr beschallt wird,
dann kann das andere nicht mithören. Das rechte und das linke Ohr werden also
nacheinander beschallt. Bei jedem Frequenzbereich erhöht der Arzt die Lautstärke des Tones
stufenweise, bis der Patient den Ton gerade wahrnehmen kann. Der Patient gibt ein Zeichen,
sobald er den Ton hört. Die Ergebnisse werden in ein Audiogramm eingetragen. Auf diese
Weise wird die Hörschwellenkurve des Patienten für Luft- und Knochenleitung ermittelt. Die
Nullinie im Audiogramm entspricht der Hörschwelle eines Jugendlichen mit normaler
Hörfähigkeit. Durch Vergleich der ermittelten Hörschwellenkurven mit der Nullinie kann der
Arzt Aussagen über die Art der Schwerhörigkeit machen.
Sprachaudiometrie
Bei diesem Verfahren werden dem Patienten über Kopfhörer mehrsilbige Zahlen und
anschließend einsilbige Testwörter vorgespielt. Dies erfolgt zunächst in geringer Lautstärke.
Der Patient muß dann die Zahlen und Wörter wiederholen. Die Lautstärke wird bei den
nächsten Testdurchgängen stufenweise erhöht.
Der Arzt stellt auf diese Weise fest, wie viel Prozent der Zahlen und Wörter bei den
verschiedenen Lautstärken gehört werden. Im Sprachaudiogramm werden dann die Kurven
für das Zahlen- und Wortverständnis festgehalten.
Liegt eine Schallleitungsschwerhörigkeit vor, werden bei genügend großer Lautstärke alle
Zahlen und Wörter verstanden. Bei bestimmten Schallempfindungsstörungen dagegen
werden selbst bei großer Lautstärke nicht alle Zahlen und Wörter richtig verstanden.
Spielaudiometrie
Die Spielaudiometrie wird bei Kindern zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr
durchgeführt. Dabei soll das Kind beim Hören eines Tones einen Baustein zu den anderen
legen oder ein neues Dia einschalten. Der Arzt untersucht das Kind mit dieser Methode auf
eine mögliche Hörstörung und prüft gleichzeitig den Intelligenzgrad, den allgemeinen
Entwicklungszustand und den Sprachentwicklungsstand des Kindes.
Daneben gibt es einen weiteren Test zum herausfinden, ob die Störung im Innenohr,
Hörnerv oder Gehirn liegt. Mit der Elektrischen Reaktionsaudiometrie (AEP) kann der Arzt eine
objektive Hörprüfung durchführen. Diese Form der Messung hängt somit nicht von den
Angaben des Patienten ab und ist vor allem bei Säuglingen und Menschen nötig, die beim
regulären Hörtest nicht mithelfen können. Anstatt das Gehörte zu bestätigen, wird hier die
Hirnaktivität des Patienten während der Wahrnehmung von Tönen gemessen. Dadurch
lassen sich z.B. Hörnerv und Hirnstamm testen.
Bei der elektrischen Reaktionsaudiometrie nutzt der Arzt das Prinzip der akustisch evozierten
Potentiale (AEP). AEP sind Spannungsschwankungen der Hörbahn, die bei der
Hörwahrnehmung entstehen. Diese Spannungsschwankungen werden mit Hilfe von
Elektroden gemessen, die auf der Kopfhaut angebracht werden.

 

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